MITTEILUNG DES OBMANN DER BERUFSVEREINIGUNG

Obmann des ACT
Mag. art Harald Fritz-Ipsmiller

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Liebe Kunsttherapeuten und Kunsttherapeutinnen,

eine Berufsvereinigung stellt eine Plattform für Kunsttherapeuten dar, welche sich über die ursprüngliche Heimat einer Ausbildungsstätte weit darüber hinaus erstreckt.

Berufsvereinigungen haben Ziele und Zwecke, welche den Mitgliedern Entwicklung als professionelle Anwender in ihrem ausgebildeten Beruf ermöglichen sollen. Die Bestrebungen in einer Berufsvereinigung sind die Absichten einer Standesvertretung der Mitglieder. Diese gehen über die Interessen einer Schule darüber hinaus; es geht um Standards, welche den Professionellen und auch den Patienten und Klienten zugute kommen. Es werden nationale Fragen und internationale Situationen erörtert.

Die Mitgliedschaft in einer Berufsvertretung ist ein Ausdruck des ernsthaften Interesses und Engagement in Verbindung mit diesem Beruf. Der Dachverband legt die Normen und Rahmenbedingungen an die angeschlossenen Berufsvereinigungen fest und diese gelten dann für die Schulen und einzelnen Kunsttherapeuten und -therapeutinnen. Die Mitgliedschaft in einer Berufsvereinigung bildet ein Signal an die Klientel, dass man sich innerhalb der Regeln des Berufsstandes hält und bringt somit einen Schutz nach Außen.

Der Schutz nach Innen ist durch eine Mitgliedschaft ebenfalls gewährleistet. Es können nur solche Kunsttherapeuten und -therapeutinnen Mitglieder einer Berufsvereinigungen werden, welche sich innerhalb der ‚rules and regulations‘ aufhalten. Wenn nun Klienten oder deren Angehörige vorübergehend in Verschlimmerung von Situationen geraten, dann erfahren die Anwender kunsttherapeutischer Prozesse einen Schutz dadurch, dass sie sich als Mitglieder einer Berufsvereinigung an die Richtlinien des Berufs halten.

Der Dachverband ist die berufspolitische und gesundheitspolitische Interessensvertretung, die Brücke zwischen staatlichen Institutionen, Ministerien und Berufsvereinigungen, die oberste fachliche Instanz, fördert Forschungsvorhaben und verbreitet Forschungsergebnisse. Informationen zur berufspolitischen Lage gehen vom Dachverband an die Berufsvereinigungen und von dort aus an deren Mitglieder, also an die Kunsttherapeuten und -therapeutinnen. Ein Dachverband ist den einzelnen Berufsvereinigungen, den jeweiligen Schulen mit den Ausbildungskandidaten und -kandidatinnen und den bereits professionell tätigen Kunsttherapeuten und -therapeutinnen übergeordnet.

Somit ist ein Dachverband die Schnittstelle zwischen internationalem Standard, Gesetzgebung und Berufsvereinigungen und bildet eine den Berufsvereinigungen übergeordnete Beschwerdestelle und Ethikkommission.

Die Berufsvereinigungen selbst bilden die Schnittstelle zwischen Dachverband und einzelnen Kunsttherapie Anwendern, fungieren als Beratungsstellen für berufspolitische und fachliche Fragen und vermitteln Therapeuten und Therapeutinnen an interessierte Klientel. In den Berufsvereinigungen wird eine Sphäre des gemeinschaftlichen Wachsens, Blühen und Gedeihens im therapeutischen Feld aufgebaut und gepflegt.

Wenn wir unser Berufsfeld nicht selbst in die Hand nehmen, dann regeln es andere für uns – insofern wünsche ich für uns alle ein aktives und wohlwollendes Miteinander,

Herzlichst,

Mag. art. Harald FRITZ-IPSMILLER

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